Gicht

Hoher Fleisch- und Alkoholkonsum sowie Übergewicht sind die hauptsächlichen Auslöser für Gicht. Das erklärt auch, warum diese früher als Wohlstandskrankheit bezeichnet wurde.

In den meisten der auftretenden Fälle handelt es sich um die primäre Gicht, welche ein erblich bedingtes Stoffwechselleiden darstellt. Dieses trat nach dem zweiten Weltkrieg parallel zum steigenden Lebensstandard wieder häufiger auf. Allerdings kommt Gicht auch in Folge von anderen Erkrankungen wie beispielsweise einer Niereninsuffizienz vor (sekundäre Gicht).
Grundlage für die Manifestation einer Gicht ist die Hyperurikämie, also eine erhöhte Harnsäurekonzentration im Blut. Wird die Löslichkeitsgrenze für Harnsäure überschritten, fällt diese in Form von Natriumurat-Kristallen, vor allem in den Gelenken, aus. Es kommt zum  akuten Gichtanfall, welcher für die Patienten mit äußerst starken Schmerzen einhergeht.

Die akuten Anfälle gilt es zu verhindern, indem man die Blutharnsäurekonzentrationen normalisiert und im Körper vorhandene Harnsäuredepots auflöst. Neben einer gut eingestellten Medikation, ist hierfür eine umfassende Beratung bezüglich Ernährung und Lebensstil für die Gichtpatienten besonders wichtig. Es ist von großer Bedeutung, den Patienten zu veranschaulichen, dass sie durch eine gute Compliance nicht nur die gefürchteten Anfälle verhindern können, sondern auch Langzeitschäden, welche vor allem die Niere betreffen.

Um die Kundenberatung in der Apotheke zu unterstützen, hat das WIPIG ein Informationsblatt für Apotheker zu diesem Thema erstellt. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, Ihren Kunden zusätzlich eine Hilfestellung bezüglich richtiger Ernährung, in Form einer Ernährungstabelle mit auf den Weg zu geben. Anregungen für eine Beratung von Patienten mit Hyperurikämie finden Sie in der Projektarbeit von Frau Apothekerin Christine Bauer.

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