14. November ist Weltdiabetestag – Apotheker in Bayern raten: Gesunde Ernährung und Bewegung schützen Kinder vor Typ- 2-Diabetes

München, den 14.November 2015 Immer mehr junge Menschen erkranken an Typ-2-Diabetes. „Grund hierfür sind vor allem zunehmender Bewegungsmangel und ungesunde Ernährung vieler Kinder und Jugendlicher“, erklärt Cynthia Milz, Sprecherin des WIPIG – Wissenschaftliches Institut für Prävention im Gesundheitswesen. „Denn vor allem Kinder, die sich zu wenig bewegen und stark übergewichtig sind, laufen Gefahr, an Typ- 2-Diabetes zu erkranken“. Viele Apotheker engagieren sich deshalb in Präventionsprojekten für Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter. Wir haben mit Apothekerin Milz gesprochen, warum Diabetesprävention wichtig ist:

Milz: Viele Betroffene ahnen nichts von ihrer Diabetes-Erkrankung, weil die Krankheit zu Beginn oft keine Symptome verursacht. Eltern sollten auf jeden Fall aufmerksam sein, wenn das Kind ungewöhnlich großen Durst verspürt. Denn bleibt ein Diabetes über längere Zeit unentdeckt, kann es zu Nerven- oder Durchblutungsschäden besonders an den Füßen kommen. Bei sehr hohen Blutzuckerwerten heilen Wunden zudem schlecht. Druckstellen oder kleine Verletzungen können unter diesen Bedingungen langfristig zu großen Wunden, zum Absterben von Gewebe und damit als Spätschaden letztendlich zu Amputationen führen. Deshalb ist es für gefährdete Personen wichtig, regelmäßig an einem Diabetes-Risiko-Check teilzunehmen und sich bereits in jungen Jahren gesund zu ernähren und regelmäßig Sport zu treiben.

Was müssen Eltern beachten, wenn sie ihr Kind gesund ernähren wollen?
Milz: An Typ-2-Diabetes erkrankt man meistens, wenn die Muskeln zu wenig beansprucht werden oder zu viel Energie mit der Nahrung aufgenommen wird. Daher sind eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung wichtige Faktoren für eine gesunde Entwicklung der Kinder. Dabei geht es nicht um umständliches Kalorienzählen oder aufwändige Rezepte. Vielmehr sollen Eltern bei der sogenannten „optimierten Mischkost“ nur drei einfache Grundregeln beachten:
1. Bieten Sie Ihren Kindern reichlich pflanzliche Lebensmittel, also Obst und Gemüse, sowie ungesüßte Getränke an.
2. Bringen Sie nur in Maßen tierische Lebensmittel, wie Fleisch, Wurst oder Käse auf den Tisch.
3. Fettreiche Kost und Süßigkeiten sollten Sie ihren Kindern nur ab und zu geben.
Weil Kinder vor allem durch Nachahmung lernen, wäre es gut, wenn Sie es sich zur Gewohnheit machen würden, jeden Tag Gemüse oder Salat zu den Mahlzeiten anzubieten. Wenn Sie selbst Salat essen, dann probieren es vielleicht auch mal Ihre Kinder.
Wie können Sie als Apothekerin bei der Diabetesprävention helfen:
Milz: Apotheker haben bei der Diabetesprävention eine Schlüsselfunktion, denn wir kennen unsere Patienten gut und können sie bei einem erhöhten Diabetes-Risiko gezielt ansprechen. Gerne klären wir auch Kinder und Jugendliche gemeinsam mit ihren Eltern über Risikofaktoren für Diabetes und deren Vermeidung auf. Viele Kolleginnen und Kollegen sind bereits im „Netzwerk Diabetesprävention“ des WIPIG aktiv. Sie stellen vor allem Früherkennungsmaßnahmen und Informationsvorträge zur Verfügung. Alle Informationen dazu finden Sie auf: www.wipig.de/materialien/projekte-downloads/item/diabetes-mellitus.

Außerdem bieten viele Apothekerinnen und Apotheker ein breites Beratungsangebot zur richtigen Ernährung an − von Ernährungserziehung in Schulen und Kindergärten, über die Schulung zum richtigen Umgang mit der Nahrung in Gruppenvorträgen bis hin zur Einzelberatung. Alle Apotheken in Bayern mit der Bereichsbezeichnung Ernährungsberatung, sind aufgelistet auf der Internetseite der Bayerischen Landesapothekerkammer unter www.blak.de/apothekensuche.html. > Eigenschaften > Wb Ernährungsberatung. Alle Apotheker im WIPIG-Netzwerk Ernährung finden Sie auf www.wipig.de/mitglieder/netzwerk-ernaehrung.

Ihr Pressekontakt:
Martha-Henriette Binder
Telefon: 089 / 92 62 61
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