Diabetesprävention / Präventionsgesetz

Mit der Diabetespräventionsstudie GLICEMIA wurde erstmals ein Diabetes-Präventionsprogramm für Apotheken entwickelt und die Umsetzbarkeit und Effektivität desselben mit über 1.000 Teilnehmern analysiert. Die Ergebnisse haben belegt, dass sowohl ein von den Teilnehmern subjektiv empfundener als auch objektiv messbarer Nutzen geschaffen wurde. Die immens wichtige Rolle der Apotheker als Präventionsmanager wird damit nachhaltig festgeschrieben. Die gewonnen Studienergebnisse untermauern, dass mehr apothekerliche Verantwortung in der Prävention absolut sinnvoll ist und die Apotheker in das Präventionsgesetz einbezogen werden müssen!

Das Bundesministerium für Gesundheit gibt jedoch an, dass im Mittelpunkt des Entwurfs des Präventionsgesetzes die Verbesserung der Kooperation der für Präventionsleistungen zuständigen Sozialversicherungsträger steht. Diese sollen sich unter Beteiligung des Bundes und der Länder im Rahmen einer Nationalen Präventionskonferenz auf eine gemeinsame nationale Präventionsstrategie verständigen. Die Nationale Präventionskonferenz wird von einem Präventionsforum, bestehend aus den für die „Gesundheitsförderung und Prävention maßgeblichen Organisationen und Verbände“, beraten. Dieses Präventionsforum wird von der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. organisiert, zu deren Mitgliedern auch die ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände zählt. Insofern würde man die Kompetenz der Apothekerschaft bei der Entwicklung und Fortschreibung der nationalen Präventionsstrategie mit einbeziehen. Der Gesetzentwurf enthält jedoch keine Vorschriften, die die Beziehungen der Krankenkassen zu einzelnen Leistungsanbietern regeln. Daher sieht der Entwurf des Präventionsgesetzes auch keine Regelungen vor, mit der die Krankenkassen zur Vergütung etwaiger Präventionsangebote der Apotheker verpflichtet werden sollen.

Lesen Sie mehr über unsere Studie und das Präventionsgesetz in den Beiträgen aus der Pharmazeutischen Zeitung vom 2.4.2015 und im „WIPIG aktuell 2 / 2015“.

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