GLICEMIA 2.0

GLICEMIA 2.0 – eine randomisierte, kontrollierte Studie zur Sekundär- und Tertiärprävention bei Typ-2-Diabetes

Vorbeugen statt zurücklehnen – gemeinsam aktiv in die Zukunft.

Bei GLICEMIA 2.0 handelt es sich um eine randomisierte, kontrollierte Studie, die von Frau Prof. Dr. Friedland, Professorin für Molekulare und Klinische Pharmazie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, in enger Kooperation mit dem WIPIG geplant und im Zeitraum von 2017 bis 2018 durchgeführt wird.

Das Ziel unseres Projektes ist es, ein strukturiertes Programm zur Sekundär- und Tertiärprävention von Typ-2-Diabetikern zu entwickeln. Sekundär- und Tertiärprävention bei Diabetikern hat vor allem das Ziel, bei Neuerkrankungen die Chronifizierung und bei bereits manifestierter Erkrankung Folgeschäden, wie Neuro- und Nephropathien, aber auch kardiovaskuläre Komplikationen zu verhindern. Die Durchführung des Projektes ist auf öffentliche Apotheken ausgelegt, die mit einer intensiven Lebensstilintervention und einem Medikationsmanagement die Symptomlage der Patienten verbessern sollen. Die Inhalte werden sowohl in persönlichen Gesprächen als auch in Gruppenschulungen vermittelt. Die Studienapotheker stehen den Teilnehmern als persönliche Ansprechpartner zur Verfügung. Hierbei verwenden wir Teile des Schulungsprogrammes, das in der klinischen Studie „GLICEMIA“ entwickelt wurde. Wir haben dieses Programm jedoch um einige Punkte erweitert. Das Medikationsmanagement ergänzt die Lebensstilintervention, um die Diabetes-Patienten optimal betreuen zu können. Außerdem ermöglicht es im Anschluss eine Aussage, inwiefern das Interventionsprogramm die Medikation der Diabetiker beeinflusst. Zusätzlich wird eine pharmakoökonomische Auswertung durchgeführt, welche eine Kostenanalyse des neuen Konzepts ermöglicht.
Das Programm wird in einer kontrollierten, randomisierten Studie bezüglich Nutzen und Durchführbarkeit getestet. Als primärer klinischer Endpunkt wird der HbA1c-Wert der Teilnehmer überprüft. Hierbei wird untersucht, ob eine intensive Betreuung durch den Apotheker diesen Laborparameter signifikant senken kann. Als Ziel soll demzufolge primär die glykämische Kontrolle der Diabetiker verbessert und dadurch Komplikationen vermieden werden. Nach Beendigung der Studie wird das Programm ausführlich von den Teilnehmern evaluiert. Die Ergebnisse sollen insbesondere dazu dienen das Programm zu optimieren, um es anschließend den Apotheken für eine flächendeckende Umsetzung zur Verfügung zu stellen. Damit werden die Beratung und das Wissen von Apothekern besser in die Präventionsbetreuung von Diabetes-Patienten integriert.

Weitere Kooperationspartner und Förderer der Studie:

  • Bayerische Landesapothekerkammer
  • Bayerische Akademie für Klinische Pharmazie
  • Dr. August und Dr. Anni Lesmüller-Stiftung
  • Förderinitiative Prävention e. V.
  • Zentrallaboratorium Deutscher Apotheker e. V.
  • Pharmabrain GmbH
  • Alere GmbH
  • Dr. Klare, Diabeteszentrum Hegau-Bodensee
  • Prof. Dr. Zerth, Wilhelm Löhe Hochschule, Fürth
  • Deutsche Diabetes-Stiftung

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