Studie zur Vorbeugung von Diabetes startet in Apotheken

München, Oktober 2012 – Am 1. Oktober startete eine Studie zur Prävention von Typ-2-Diabetes in 38 öffentlichen Apotheken in Bayern. „Wir wollen herausfinden, inwiefern es möglich ist, Risikopersonen in Apotheken frühzeitig zu erkennen und bei der Vorbeugung von Diabetes zu unterstützen“, sagt Prof. Dr. Kristina Leuner von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, die die Studie in Zusammenarbeit mit dem WIPIG – Wissenschaftliches Institut für Prävention im Gesundheitswesen durchführt.

„Dem Typ-2-Diabetes könnte in vielen Fällen vorgebeugt werden, wenn die Betroffenen ihr Risiko frühzeitig kennen und entsprechende Angebote zur Vorbeugung wahrnehmen würden“, sagt die Studienmonitorin Karin Schmiedel. Bei den Probanden wird deshalb zunächst das Diabetes-Risiko mit Hilfe des Fragebogens FINDRISK bestimmt. Personen mit erhöhter Risiko-Punktzahl können an der Studie teilnehmen. In 19 Apotheken werden die Teilnehmer ein Jahr lang mit individuellen Beratungen und Gruppenschulungen dabei unterstützt, ihre Risikofaktoren durch Ernährungsumstellung, Bewegungssteigerung sowie durch Raucherentwöhnung zu vermindern. In den anderen 19 Apotheken erhalten die Teilnehmer schriftliche Informationen zu ihren Risikofaktoren. Nach einem Jahr wird untersucht, inwiefern die intensive Präventionsbetreuung durch die Apotheken gegenüber den schriftlichen Informationen von Vorteil ist.

Im Ergebnis soll ein Präventionsmodul erstellt werden, welches flächendeckend in öffentlichen Apotheken zur Betreuung von Diabetesrisikopersonen eingesetzt werden kann.
Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit unterstützt die Studie, weil es ein niedrigschwelliges Präventionsprogramm aus den Apotheken zur Vorbeugung der Volkskrankheit Diabetes als dringend geboten erachtet. Weitere wichtige Kooperationspartner sind die Dr. August und Dr. Anni Lesmüller-Stiftung, der BKK Landesverband Bayern, die Förderinitiative Prävention e. V., das Zentrallaboratorium Deutscher Apotheker e. V. sowie die Deutsche Diabetes-Stiftung.

Mehr Informationen zur Studie sowie die beteiligten Apotheken können unter www.wipig.de >Wissenschaft > Wissenschaftliche Projekte > GLICEMIA nachgelesen werden.

Kontakt
Karin Schmiedel
Tel.: 089 / 92 62 - 16
E-Mail: karin.schmiedel(at)blak.aponet.de