Tuberkulose

Tuberkulose – auch in Deutschland ein relevantes Gesundheitsproblem

Mit rund 4.300 Infizierten pro Jahr zählt Tuberkulose in Deutschland zu den eher seltenen Erkrankungen. Aufgrund der Komplexität der Therapie und den damit einhergehenden Kosten ist Tuberkulose jedoch auch hierzulande ein relevantes Gesundheitsproblem.
Weltweit zählt Tuberkulose neben HIV / AIDS und Malaria zu den häufigsten Infektionskrankheiten mit 9 Millionen Erkrankten jährlich.

Die Behandlung von Tuberkulose-Erkrankten sowie die Prävention der weiteren Ausbreitung gestalten sich oftmals schwierig. So erfordern die lange Therapiedauer, die Notwendigkeit der Isolierung und die Einhaltung von Hygienemaßnahmen eine gute Aufklärung der Patienten und deren Angehörigen.

Für die Aufklärung hat das WIPIG vier Informationsblätter entwickelt:

  • Zwei Informationsblätter für Erkrankte vermitteln laiengerecht Wissen über die Krankheit, die Arzneimitteltherapie und den richtigen Umgang mit Tuberkulose.
  • Ein Informationsblatt zur Tuberkulose-Prävention, welches insbesondere für Angehörige und potentielle Kontaktpersonen geeignet ist, gibt Tipps zur Vorbeugung einer Infektion bzw. dem richtigen Umgang mit Tuberkulose-Patienten.
  • Ein umfassendes Informationsblatt für Fachpersonal vermittelt dem Apothekenteam schnell und einfach die notwendigen Hintergrundinformationen, um eine evidenzbasierte Beratung zur Vorbeugung und Behandlung von Tuberkulose durchzuführen. In diesem finden sich auch die aktuellen medikamentösen Therapieansätze.

Da in Deutschland vorwiegend Personen betroffen sind, die nicht oder kaum deutsch sprechen, ist die Aufklärung der Patienten extrem schwierig. Diese wird durch Kurzfilme in über 20 Sprachen deutlich erleichtert. Die Kurzfilme wurden vom Forschungszentrum Borstel in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentralkomitee zur Bekämpfung der Tuberkulose und dem Tuberculosis European Trials Network erstellt.

Eine Smartphone App und ein QR-Code, der über Plakate und Flyer verbreitet werden kann, führen zu Filmen in über 20 verschiedenen Sprachen. Die Plakate und Flyer können über die Website des Forschungsinstituts Borstel heruntergeladen werden. So kann bei Bedarf schnell auf den Film in der erforderlichen Sprache zugegriffen werden.
Die Entwicklung der Filme, Plakate und Flyer wurde von der Förderinitiative Prävention e. V. unterstützt.


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