So kann auch die Haut das Sonnenbad genießen
Apotheken beraten kompetent zum richtigen Umgang mit der Sonne
(München, den 26. April 2012) Endlich scheint die Sonne wieder. „Deshalb ist optimaler Sonnenschutz jetzt dringend nötig, ob im Garten, beim Sport, im Freibad oder im Urlaub, denn die Sonne ist nicht nur schön, sondern kann auch gefährlich sein“, sagt Apothekerin Cynthia Milz, Sprecherin des WIPIG – Wissenschaftlichen Instituts für Prävention im Gesundheitswesen der Bayerischen Landesapothekerkammer. Am schwarzen Hautkrebs, der hochgradig, bösartigen Entartung von Pigmentzellen, erkranken in Deutschland jedes Jahr etwa 14 000 Menschen. Weltweit ist Hautkrebs sogar die häufigste Krebsart der weißen Bevölkerung. Grund dafür ist der weit verbreitete Wunsch nach Bräune um jeden Preis. Apothekerinnen und Apotheker tragen mit einigen wichtigen Tipps über den richtigen Umgang mit der Sonne dazu bei, Hautkrebs vorzubeugen.
ABC des Sonnenschutzes
„Das Risiko für Hautkrebs wird häufig schon in den ersten Lebensjahren angelegt. Wer als Kind Pigment-Male durch UV-Strahlung erworben hat, kann auch ohne zusätzliche Sonnenbrände mehr davon ausbilden. Daher ist Sonnenschutz bei Kindern besonders wichtig“, erläutert Apothekerin Milz und empfiehlt besonders Eltern auf das „ABC des Hautschutzes“ zu achten. Dabei steht das A für „Ausweichen“, das B für „Bekleiden“ und das C für „Cremen“.
Vor allem bei Kindern ist es wichtig, dass sie in der Sonne immer sonnendichte Kleidung mit einem UV-Protektions-Faktor (UPF) von mindestens 30 tragen. Und immer eine Kopfbedeckung! Babies bis zu einem Jahr sollten überhaupt nicht der direkten Sonnenbestrahlung ausgesetzt werden.
Unbedeckten Körperstellen, wie Nase, Ohren, Lippen, Wangen und Fußrücken sollten großzügig und mindestes eine halbe Stunde vor dem Sonnenbad mit Sonnenschutzmittel eingecremt werden. Milz: „Dabei ist es wichtig, dass Sie für jeden Hauttyp die passende Sonnencreme wählen. Grundsätzlich sind Sonnenschutzmittel ohne Parfum-, Farb- und Konservierungsstoffe besonders empfehlenswert, um unerwünschte Hautreaktionen zu vermeiden. Besonders bei Kindern sollte man darauf achten, Produkte zu verwenden, die wenig chemische Filter enthalten. Oft bilden diese Cremes zwar einen unschönen weißlichen Film auf der Haut, der aber reflektiert die Sonneneinstrahlung.“
Medikamente und Sonne vertragen sich nicht immer
„Auch Menschen, die Arzneimittel einnehmen, sollten sich nur bedingt der Sonne aussetzen, denn einige Arzneimittel können die Haut für Licht empfindlicher machen“, erklärt Milz. Die Liste der so genannten photosensibilisierenden Wirkstoffe ist lang. Sie reicht von frei verkäuflichen Präparaten wie Johanniskraut oder Zitronen- und Lavendelöl bis hin zu verschreibungspflichtigen Medikamenten wie Bluthochdruckmitteln oder Psychopharmaka. Auch einige Antibabypillen können zusammen mit ausgedehnten Sonnenbädern dunkle Flecken auf der Haut auslösen. Generell gilt: Wer Medikamente einnimmt, sollte vor ausgiebigen Sonnenbädern in der Apotheke fragen. „Bei einem Verdacht auf von Sonne und Medikamenten ausgelöster Hautentzündung empfiehlt sich der Besuch bei einem Hautarzt. Auf keinen Fall sollen man die Arzneimittel einfach eigenständig absetzen“, sagt Milz.
Um rund um das Thema Sonnenschutz und Hautkrebsvorsorge noch besser beraten zu können, hat das WIPIG allen Apothekern in Bayern Vorträge und Kundeninformationsblätter zur Verfügung gestellt, mit deren Hilfe sie ihre Patienten noch gezielter beraten können.
Pressekontakt
Katrin Gast
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