Arzneimittel, Nutzen und Risiken

Das diesjährige 15. Suchtforum befasste sich am 6.4.2016 in München mit dem Thema „Schmerz(medizin) trifft Sucht(medizin) - Schmerzmittel zwischen Fluch und Segen?!“.

In den Statements zum Suchtforum 2010 - 2016 können Sie u.a. das Statement des Vizepräsidenten der Bayerischen Landesapothekerkammer, Ulrich Koczian, zum 15. Suchtforum mit interessanten Informationen nachlesen, die Ihnen für Ihre Beratung von Schmerzpatienten und auch bei der Abgabe nicht-rezeptpflichtiger Schmerzmittel helfen können. Außerdem finden Sie dort Statements zu den vergangenen Suchtforen zu folgenden Themen: Essstörungen, Familie und Sucht, Neue Drogen (legal highs), Ältere Süchtige - Süchtige Ältere, Vom Tüchtigen zum Süchtigen (Burn-Out), Prävention der Arzneimittelabhängigkeit.

Die Kommunikationsexpertin Cornelia Tromm erklärt uns in einem kurzen Essay, warum man eigentlich gar nicht von „Arzneimittelmissbrauch“ sprechen sollte. Auch die WHO bevorzugt die sachliche korrekte Bezeichnung „schädlicher Gebrauch von nichtabhängigkeitserzeugenden Substanzen“ und definiert ihn als „wiederholten und nicht angebrachten Gebrauch einer Substanz, die, obwohl die Substanz kein Abhängigkeitspotential hat, zu schädlichen körperlichen oder psychologischen Effekten führt.“

In einem Gespräch im Bundesgesundheitsministerium vereinbarte das WIPIG 2012 mit der damaligen Bundesdrogenbeauftragten, das gemeinsame Anliegen der Prävention von Arzneimittelmissbrauch bundesweit zu befördern. Die gemeinsame Pressemitteilung finden Sie unter den Downloads.

Um für dieses Thema zu sensibilisieren, wurde vom WIPIG ein Laien-Vortrag mit dem Titel „Nasenspray, Schmerztabletten & Co, Nutzen und Risiken der Anwendung“ entwickelt, den Sie für Veranstaltungen Ihrer Apotheke oder im Rahmen von Aktionen zur betrieblichen Gesundheitsförderung verwenden können. Er kann auch in Senioreneinrichtungen, für Vereine, Selbsthilfegruppen und andere Gruppierungen angeboten werden. Der Vortrag zeigt nicht nur Gefahren, sondern auch Präventionsmaßnahmen auf. Zudem stehen Ihnen eine Postervorlage zur Vortragsankündigung zur Verfügung. Zur Weitergabe an Ihre Kunden finden Sie bei den Downloads ein Schmerztagebuch sowie den Kurzfragebogen für Medikamentengebrauch nach Watzl, der Hinweise auf eine problematische Einnahme von Medikamenten geben kann.

Wir sind gespannt auf Ihre Erfahrungen und würden uns freuen, wenn Sie uns hierfür einen Kurzbericht zurücksenden.

Arzneimittelmissbrauch und Sucht spielen besonders auch im Alter eine Rolle. Informationen und Schulungsmaterialien hierzu finden Sie unter www.alter-sucht-pflege.de.

Weitere Informationen zum Thema Sucht erhalten Sie unter www.drogenbeauftragte.de (dort finden Sie auch das Papier der „Nationalen Strategie zur Drogen- und Suchtpolitik“ des BMG vom 15. Februar 2012).


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